Sehr geehrte Damen und Herren,

auf die Steuerermäßigung für energetische Sanierung des eigenen Wohnhauses sei noch einmal hingewiesen: Folgende Maßnahmen werden durch eine auf drei Jahre verteilte Steuerermäßigung in Gesamthöhe von 20 % (7+ 7+ 6 % in den Jahren 1 bis 3), höchstens mit 40.000 Euro (bei Maßnahmen von mindestens 200.000 Euro) gefördert:
 

> Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken,

> Erneuerung Fenster, Außentüren, Heizungs- oder Lüftungsanlageanlage,

> Einbau Lüftungsanlagen und von digitalen Systemen zur Verbrauchsoptimierung,

> Optimierung bestehender, mehr als zwei Jahre alter Heizungsanlagen,

> Kosten für qualifizierte Fachberater (erhöhte Förderung: 50 %).
 

Seit Jahresbeginn 2020 gelten neue Verdienstgrenzen für die Pauschalbesteuerung (25% Lohnsteuer + Soli und Kirchensteuer) bei einer kurzfristigen (nicht länger als 18 zusammenhängende Tage), nicht regelmäßig wiederkehrenden Beschäftigung:
 

> Durchschnittsverdienst pro Arbeitstag höchstens 120 Euro (2019: 72 Euro),

> durchschnittlicher Verdienst pro Arbeitsstunde höchstens 15 Euro (2019: 12 Euro).

Aufwendungen für die Erstausbildung sind keine Werbungkosten!
 

Nach langer Vorlaufzeit mit widersprüchlichen Entscheidungen auf Finanzgerichtebene hat das Bundesverfassungsgericht am 10.01.2020 seine Entscheidung dazu veröffentlicht. Demnach verstößt die Vorschrift, wonach Aufwendungen einer erstmaligen Berufsausbildung oder für ein Erststudium, welches zugleich eine Erstausbildung vermittelt, nach dem Einkommensteuergesetz nicht als Werbungskosten abgesetzt werden können, ebenso wenig gegen das Grundgesetz wie die Begrenzung des Sonderausgabenabzugs (seit 2012 auf 6.000 Euro) für Kosten der Erstausbildung.
 

Zur Beantwortung von Rückfragen zu diesen Themen sowie allen anderen Beiträgen der Monatsinformation stehen wir gerne zu Ihrer Verfügung.
 

Ich wünsche Ihnen möglichst virenfreie Wochen und einen weiterhin erfolgreichen Verlauf des noch jungen Jahres 2020
 

Ihr Heinz Schlüter